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Powerman Austria 2013 – meine 1. Duathlon Langdistanz!

mein PokalNachdem beim  Powerman Germany wegen Schnee auf der Radstrecke nur gelaufen wurde, suchte ich ein neues Highlight. Sehr schnell wurde ich auf den Powerman Austria, der terminlich bei mir sehr gut passte, aufmerksam. Nach kurzen Überlegen meldete ich mich für die Langdistanz (16km Lauf – 82,4km (1300Hm) Rad – 7,9km Lauf) an.

Um mir vorher die Strecken anschauen zu können, fuhr ich bereits am Donnerstag, 15.08., in das 650km entfernte Örtchen Weyer in Oberösterreich. Übernachtung hatte ich in der Jugendherberge, 2km vom Marktplatz Weyer entfernt, auf einem Berg gelegen, gebucht.

Nachdem ich am Freitag die Radstrecke abgefahren bin und am Samstag die Laufrunde getestet hatte, war es dann endlich soweit. 

Sonntag, der 18.08.2013 -Die Sonne strahlte – Temperaturen über 30 Grad waren vorhergesagt.

Voller Aufregung stellte ich pünktlich 8:30 Uhr mein Rad in der Wechselzone ab. Legte Helm, Brille, Schuhe, Gels daneben und begab mich zum Marktplatz, wo 9:15 Uhr, die Einweisung stattfand.

Die Aufregung stieg ins Unermessliche….Dann war es soweit. Pünktlich 9:50 Uhr wurden die Damen der Powerman Langdistanz ins Rennen geschickt. Ich reihte mich gleich mal ganz hinten ein, denn eines war klar, zwischen all den internationalen Top Athletinnen hatte ich beim Laufen keine Chance (nicht zu vergessen, meine “Laufkarriere” habe ich erst Ende August 2012 gestartet).  Schon nach wenigen Metern bildeten sich zwei  Grüppchen. mein "Grüppchen" zu BeginnIn der hinteren versuchte ich, solange es ging, mitzulaufen. Als mir das Tempo aber deutlich zu schnell war, ließ ich abreisen und hatte nun das Schlusslicht der Damen inne. Aber egal, ich wollte ja ankommen 🙂. Bei der ersten Wende sah ich, dass die zwei vor mir liegenden Frauen noch in Reichweite waren. Zwischenzeitlich wurde ich von der Spitze der Männer überholt, die 10min nach den Frauen gestartet waren. Irgendwie überstand ich die erste Runde (7,9km). Aber zur Belohnung gab’s ja noch eine zweite Runde (7,9km). Nach knapp 16km in einer Zeit von 1:18h durfte ich aufs Rad wechseln. 

in der WechselzoneGleich zu Beginn der Radrunde bemerkte ich, dass ich einen Krampf im linken Unterschenkel hatte. Oje, nach ca. 4km kommt das steilste Stück („Heartbreak-Hill“) mit 18% Steigung.  Absteigen unmöglich mit Krampf, Weiterfahren schwierig, aber die einzige Alternative. Irgendwie erreichte ich den Gipfel der Kreuzgruberhöhe und hatte im Anstieg sogar noch die vor mir liegende Frau überholt. Nach ständigen bergauf- und bergab Passagen bis Maria Neustift ging es dann bis nach Großraming stetig leicht bergab. Ein großer Nachteil war hier meine Kompaktschaltung, mehr als treten geht nicht, so dass ich kurz vor Großraming wieder überholt wurde. In Großraming (KM 30) gab‘s dann den letzten, aber nochmal recht steilen Anstieg für diese Runde. Hier überholte ich die vor mir liegende Frau wieder, aber wenig später auf den Weg nach Weyer, der mehr oder weniger eben war, überholte sie mich wieder. Wieder in Weyer - nach der 1. Radrunde Aber es gab ja noch eine 2 Runde. Das gleiche Spiel am Anstieg zur Kreuzgruberhöhe überholte ich sie wieder…. und rettete meinen Vorsprung bis zur Wechselzone. 82,4km mit 1300Hm waren geschafft (Radzeit: 3:16h).

Jetzt der letzte Lauf! Ich stelle mein Rad ab, setzte den Helm ab, wechselte die Schuhe und lief los. Oh nein, was war das? Beine wie Blei! Das Ziel war für mich in weite Ferne gerückt. Wie sollte ich nur in dieser Verfassung noch 7,9km Laufen. Ich quälte und quälte mich und ob die schweren Beine nicht schon Hindernis genug waren, kam nach 2km auch noch Seitenstechen und Krämpfe in der Magengegend hinzu. Aber irgendwie hatte ich dennoch die Wende erreicht,  hatte jede mir zur Verfügung stehende Wasserstelle mitgenommen. Der angenehmere Weg war der Rückweg über Wiese auf kleinen schmalen Pfaden im Schatten. Die vorletzte Wasserstelle war erreicht. Ich hielt noch einmal an, trank einen Becher Wasser leer und hoffte…..Dann war es so weit. Ich bog auf die Zielgerade ein. Ich konnte mein Glück kaum fassen. Ich habe es geschafft. Halbtot aber glücklich lief ich nach insgesamt 5:20h durch’s Ziel.

ZieleinlaufEs war eine Mega Stimmung überall auf der Strecke, zahlreiche Helfer haben dafür gesorgt, dass es eine gelungene Veranstaltung wird!!!! Nächstes Jahr bin ich auf jeden Fall wieder dabei.

Und womit ich gar nicht gerechnet habe, denn mein Ziel war eindeutig ANKOMMEN, bei der Siegerehrung, die ich leider nur im Livestream bereits in der Jugendherberge verfolgte, wurde ich plötzlich aufgerufen: Der 3. Platz in der AK Elite 2 geht nach Deutschland…an Janet Fieker von der Radunion Halle. Den Pokal habe ich mir dann am nächsten Tag im RaceOffice noch abgeholt 🙂

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