1946

10. MTB-Marathon Biesenrode

Biesenrode 2011 - im Downhill

„So viele Startnummern und keine Pokale!?“ Das musste ich mir von einem RadJunior anhören, der meine Pinwand begutachtete, an welcher ich alle meine Startnummern sammele. Ich hatte also einen Auftrag…

Am 19.06.2011 jährte sich der Biesenroder Bike-Marathon zum 10. Mal. War ich im letzten Jahr noch verhindert, wollte ich es mir dieses Jahr nicht nehmen lassen und starte über die Kurzdistanz.

25,8 km und 702 Hm galt es zu überwinden. Leider hatte es die letzten Tage vor dem Rennen geregnet, sodass die Strecke mitunter völlig schlammig war. Bereits am ersten Anstieg konnte ich mich, zusammen mit dem späteren Sieger, vom Rest des Feldes absetzen. Die Strecke führte uns über traumhafte Trails und rasante Abfahrten.

Meine Beine waren gut und ich fühlte mich stark an diesem Tag, sodass ich an den Anstiegen Druck machen konnte. Dennoch konnte ich das Tempo des Führenden nicht mitgehen und musste ihn am zweiten Anstieg ziehen lassen. Da ich ihn jedoch hin und wieder in der Ferne sehen konnte, witterte ich meine Chance in den Abfahrten. Aus diesem Grund riskierte ich bergab ein ums andere Mal Kopf und Kragen. In zwei recht kritischen Situationen konnte ich einen Sturz gerade noch vermeiden.

Vorallem in der berühmt-berüchtigten „Rinne“ wurde mein gesamtes fahrerisches Können abverlangt. Hierbei handelt es sich um einen Hohlweg, dessen Seiten etwa im 45°-Winkel nach innen abfallen und in dessen mitt Tau- und Regenwasser einen Rinne gespühlt haben. Dieser Weg bestand nur noch aus Matsch, welcher bereits durch die Fahrer der Lang- und Mitteldistanz ordentlich durchwühlt wurde. „Beide Füße runter, Augen zu und durch!“ Das war meine Taktik… und sie ging auf!

Auf den letzten Kilometern versuchte ich nochmal alles aus mir rauszuholen. Vorallem die zahlreichen Zuschauer am Streckenrand pushten mich nochmal nach vorn. Zwischen den Bäumen konnte ich bereits den Sportplatz von Biesenrode sehen. Mit Fullspeed ging es durch die Wipper. Links und rechts spritze das Wasser und ich erntete tosenden Beifall für diese Show-Einlage. Danach warf ich die Kette auf das große Kettenblatt und prügelte im Wiegetritt Richtung Ziel.

Siegerehrung

Siegerehrung

Als ich hinter dem Vereinsheim der SG Biesenrode auf die Start/Ziel-Gerade einbog, sah ich den Führenden, wie er sein Rad über die Ziellinie schob. Er hatte kurz vor dem Ziel einen Platten erlitten und rettete sich schiebender Weise ins Ziel. Mit allem, was die Beine noch hergaben, beschleunigte ich nochmal und schoss nach 1:16:34 Stunden über den Zielstrich. Mission erfüllt! Podiumsplatzierung!

 

Dem Veranstalter kann man nur ein ganz großes Kompliment aussprechen! So wie es aussah, war das ganze Dorf auf den Beinen und half, um den Fahrern und Zuschauern einen einzigartigen Event zu bieten. Soetwas habe ich noch bei keinem Rennen erlebt. Chapeau!!!

Zusammenfassend möchte eigentlich nur zwei Sachen sagen: Traumhafte Strecke, sensationelle Veranstaltung und Top-Organisation… und ich kann endlich meinen ersten Pokal vorweisen 😉

Ergebnisse findet ihr hier.

7 Antworten zu “10. MTB-Marathon Biesenrode”

  1. avatar Stefan Blöttner sagt:

    da gewinnen, wo gewinnen leicht ist… 😉

  2. avatar Endres John sagt:

    Gratulation!
    Tolle Platzierung und gut geschriebener Bericht!

  3. avatar Jan Ole Rückert sagt:

    Sauber André, geht doch!;)

  4. avatar Jan Ole sagt:

    Sauber André, geht doch!;)

  5. avatar Alexander Engel sagt:

    @”Michael aus Kassel” a.k.a. “Unsere Kutsche aus Wettin”:

    Was ist aus ICH BIN JETZT MOUNTAINBIKER! geworden…?! 😉

  6. avatar André Hopf sagt:

    Danke! Ich empfand die Strecke eigentlich als ziemlich schnell. Bad Harzburg ist da nochmal ‘ne ganze Ecke härter. Dort sind es auf 17 km 550 hM. Das sind 32,35 hM pro Kilometer. In Biesenrode sind es dagegen nur 27,32 hM pro Kilometer!

  7. Sehr schöner Bericht! 🙂
    Und wtf … so viele Höhenmeter auf so kurzer Strecke!!! :O

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