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RadUnion läuft: 19. Weimarer Stadtlauf

Es regnet, es regnet, die Erde wird naß - Alex auch :-10.Oktober 2009: Alexander Engel startet beim Zwiebellauf und hat Michael Kutscher als Betreuer dabei.

Michael hatte als erfahrener Wetterfrosch noch “…pünktlich 12.00 Uhr fängt es an zu regnen!” vorhergesagt, doch er sollte unrecht behalten: es war 11:50 Uhr :-\

Toll, Regenrennen. So hatte ich mir das nicht vorgestellt.Nach der Anmeldung sondieren wir noch fix die Lage und den letzten Streckenkilometer. Zwischenzeitlich war uns nicht so ganz klar, wo die Strecke langgehen sollte, da zum einen der Zwiebelmarkt im vollen Gange war, zum anderen die Qualität der Kopfsteinpflasterpassagen nicht den Eindruck vermitteltete, dass man hier wirklich langlaufen soll bzw. überhaupt kann. Wie sich später herausstellen sollte, “durften” die Läufer die Herderkirche (??) umlaufen – so schlechten Laufuntergrund hatte ich eigentlich noch nie zu bewältigen.

101009_weimar04Am Start bin ich bedingt durch das übliche “Alexander muß nochmal auf Toilette”-Ritual spät dran und klettere über die Absperrung mitten ins Starterfeld. Wenige Sekunden später der Startschuß gefolgt vom ersten Stau an den Zeitnahmeschranken. “Das fängt ja gut an…” denke ich mir so und laufe plötzlich nach der ersten Kurve neben der Strecke. Ich suche schon nach einem Weg durch oder über die Absperrungen als ich die Ordner Winken sehe. Geradeaus folgt eine längere Bergab-Passage. Eigentlich ein Grund zur Freude – eigentlich… Die nassen Kopfsteine laden nicht gerade zum sprinten ein. Mit einem mulmigen Gefühl gehts vorbei an Menschenmassen nach ein paar Kurven durch den Stadtpark. Ein schneller, flacher Kilometer. Führungsläufer verschwinden schon irgendwo am Horizont. Die Hängebrücke bringt mich lauftechnisch etwas aus dem Konzept.101009_weimar01 Leichter langgezogener Anstieg, Stadtpark, Kurven, Kopfsteinplaster, Kopfsteinplaster mit Ansteig, Kopfsteinplaster. Irgendwann ist die Runde abgehakt: 20:56min. Nicht ganz die Zwischenzeit, die ich erwartet hatte. Ich bin fast enttäuscht – das hatte sich schneller angefühlt. Aber es gibt kein zurück, also lange Schritte machen und durchbeißen.

Auf den folgenden drei Runden ziehe ich den Lauf so konstant wie möglich durch (Split 21:40, 21:55, 21:43). Die nächsten beiden Runden verbringe ich größtenteils mit Slalomlauf um die langsameren Läufer herum. In den großen Läufermengen piepen die Herzfrequenzmesser um die Wette. “Sind die am Limit oder ist das der Alarm?!” frage ich mich. Ich schreie Fußgänger an, die die Streckenabsperrungen ignorieren, muß Läufer anrempeln, die meine freundlichen “Achtung, rechts! Achtung, mitte!”-Hinweise nicht umsetzen wollen. 101009_weimar02Meine Bräunungsstreifen tragen wie immer zur Belustigung der Zuschauer bei. Was solls: ich bin Radfahrer, welche Ausrede habt ihr?! Auf der letzten Runde kann ich noch Kontrahenten überholen. Dann der letzte Kilometer. Micha schreit mir irgend etwas zu, aber das nehme ich gar nicht richtig wahr. Die Beine brennen, geschont habe ich mich jedenfalls nicht. Ein letztes mal um die Kirche, durch die Stadt und ab auf die Zielgerade. 101009_weimar03Halbmarathon im Nieselregen in 1:26:06. Gesamt 14. Platz, Altersklasse Platz 5.
Meine Beine sagen mir zwar eher 1:22:xx, aber ich bin zufrieden. Endlich mal eine offizielle Wettkampfzeit unter 1:30h 🙂

Duschen und Verpflegung ist privat organisiert – nochmal Danke an Falk & Sabine.

Nächstes Jahr ist Angriff angesagt, immerhin habe ich eine Platzierung zu verteidigen!

Eine Antwort zu “RadUnion läuft: 19. Weimarer Stadtlauf”

  1. avatar Michael Kutscher sagt:

    Nächstes Jahr brauchst du dann einen neuen Betreuer … wir brauchen Betreuer! ^^

    Und bei den Zwischenzeiten muss immer eine “20” vor dem Doppelpunkt stehen! ANGRIFF! 😉

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